Galerie

GALERIE IM DRÜBBELKEN

Recklinghausen

 

Ausstellungen zeitgenössischer Kunst

Die Galerie

Die Galerie im Drübbelken ist eine seit 1985 kontinuierlich bestehende Ausstellungsreihe zeitgenössischer Kunst in der Szenegastronomie „Drübbelken“ in der Altstadt von Recklinghausen. Mit jährlich 6 bis 10 kuratorisch betreuten Ausstellungen von 3 bis 9 Wochen Laufzeit zählt das Drübbelken zu den aktivsten und sicher meist frequentierten Ausstellungsorten der Vestmetropole. Unter den schönen Gewölbefeldern aus der vorletzten Jahrhundertwende finden Werke der Malerei, Grafik und Fotografie in nahezu allen Formaten Platz. Gemeinsam mit Ikonenmuseum, Museum Jerke und Kutscherhaus ist die Drübbelkengalerie seit über 30 Jahren ein unverzichtbarer Teil des dichten Kunstangebots im lebhaften Krimviertel der Altstadt.


Kunst mitten im Leben

Wer Wege sucht, die Hemmschwelle von Atelier und Kunstgalerie zu umgehen, der ist in der Galerie im Drübbelken goldrichtig. Im Drüb spielt die Kunst eben nicht die erste Geige, sondern gibt dem täglichen Stelldichein der Gäste einen ästhetischen Rahmen. Zwischen Pizza und Rotwein, Leberkäs und Weizenbier nimmt sie einen selbstverständlichen Platz im Drübbelken-Alltag ein. Unverstellt und zwangsläufig lebensnah, entfaltet sie ihre Wirkung beiläufig, aber bestimmt, stellt sie sich dem Urteil des selbsternannten Scheöngeistes wie des notorischen Nörgler gleichermaßen. Nie bleibt sie unkommentiert. Für diesen Alltagstest bietet die Drübbelkengalerie bei ca. 150 m² Gastrofläche rund 70 m² behängbare Wandfläche. Unter den Bogenfeldern finden Formate von über 2 Metern Breite Platz und ziehen am Abend die Blicke der Passanten auf der Münsterstraße auf sich. Aber auch Kleinformate können wirkungsvoll in Szene gesetzt werden, dicht an dicht oder minimalistisch mit viel Freiraum drumherum. Und wer sich traut, kann auch die eine oder andere Skulptur in die Ecke stellen. Wer genau wissen will, was alles geht und nicht geht, findet hier genaue Aufriss- und Grundrisspläne.


Das Drübbelken

Kunst an den Wänden gibt es im Drübbelken schon seit seiner Neueröffnung vor über dreißig Jahren. Mitte der Achtzigern hatten Micha Frings und Gerd Nottebrock die für Recklinghausen segensreiche Idee, das vormals gutbürgerliche Traditionslokal in eine alternative Szenegastronomie zu verwandeln. Statt Skat und Korn hieß es nun Backgammon und Bailey's. Vor allem Oberstufenschüler, Studenten, Lehrer, Musiker, Künstler und ein ganzes Tierleben an seltsamen Vögeln stellten die Kundschaft der ersten Stunde. Dazu gab es vor allem Jazz und Blues und etwas, das in den Plattenläden unter World Music rubrizierte. Gläser hat in dieser maturierten Subkultur noch niemand poliert. Dafür wurde immer und überall geraucht: beim Essen, in der Küche, auf dem Klo und hinterm Zapfhahn.

Die Achtziger sind längst passé, doch vieles, wofür das Drüb früh und zuverlässig einstand, bestimmt auch heute noch die Atmosphäre und macht Charme und Charakter dieses Ladens aus. Vor allem der Nichtexklusivitätsanspruch: Hier sitzt der Anwalt neben dem Barfußesoteriker, die BWL-Studentin neben dem Antifa-Aktivisten und der Skat-Opa neben dem spätpubertären Blaumacher. Ein Laissez-faire, das es behutsam zu pflegen und zu verteidigen gilt gegenüber zunehmender Borniertheit. Kunst kann hierbei helfen


Ausstellen


Die Galerie im Drübbelken zeigt pro Jahr zwischen 6 und 10 Wechselausstellungen von 3 bis 9 Wochen Dauer, sowohl als Einzel- als auch als Gruppenausstellung. Wer mit seinen Sachen einfach mal raus aus dem Atelier und einen anderen Ausstellungsort ausprobieren willl, der kann sich formlos bewerben. Am besten geschieht dies über eine E-Mail an die unten stehende Kontaktadresse mit folgenden Infos:


  • Angaben zur Person und künstlerischem Werdegang
  • mögliche Ausstellungszeiträume für 2020 oder 2021
  • Werkebeispiele und/oder Verlinkung auf eine eigene Webseite


Ausschlaggebend für die Auswahl der Künstler sind die künstlerisch-gestalterische Qualität und die zu erwartende Resonanz des Drübbelken-Publikums. Stilistisch und thematisch sind wir für alles offen, mit zwei wichtigen Einschränkungen: Die auszustellenden Arbeiten sollten wegen des Restaurantbetriebs (1.) keine ausgesprochen ekelige Sujets zeigen und dürfen (2.) keine pornografischen oder Gewaltdarstellungen bringen, da die Gastronomie mitunter auch von Familien mit Kindern besucht wird. Akt ist in der Regel kein Problem.


Downloads

Grundrisse PDF

Aufrisse PDF

Musterausstellungsvertrag PDF

Informationsbroschüre PDF

Ausstellungprogramm 2018/2019 PDF

Kurator

Christof Belmann-Weinrich, M.A.

Kurator der Galerie im Drübbelken seit Dezember 2016

 

2017 Kunstvermittlung Skulptur Projekte Münster. Kunstvermittlung Kunsthalle Recklinghausen. 2016 Master of Arts mit Auszeichnung (mit einer Arbeit zu Adolf von Hildebrand, betreut von Prof. Dr. Richard Hoppe-Sailer, RUB). 2014 Bachelor of Arts (mit einer Arbeit zu Édouard Manet, betreut von Dr. Tobias Kämpf, RUB). Seit 2011 Dozent für Kunstgeschichte an der Kunstakademie Wetter/Ruhr. Studium der Kunstgeschichte, Geschichte, Klassischen Archäologie, Vor- und frühgeschichtlichen Archäologie und Soziologie an den Universitäten Bonn und Bochum.

 

Kontakt

Christof Belmann-Weinrich

Galerie im Drübbelken

c/o Drübbelken

Münsterstr. 5 · 45657 Recklinghausen

 

E-Mail: belmann@druebbelkengalerie.de